Bullet Journaling – was ist das eigentlich?

Gerade bei Instagram stößt man in den letzten Monaten vermehrt auf Fotos von per Hand aufwändig dekorierten Notizbüchern. Anlass genug, sich den aktuellen Trend näher anzuschauen und der Frage nachzugehen, was Bullet Journaling eigentlich ist und wie man dieses Planungstool im Alltag einsetzen kann.

Der Ursprung dieses Organisationsprinzips geht züruck auf Ryder Carroll einen digitalen Produktdesigner aus New York. Die Idee dahinter ist, dass man sich sein eigenes Tool kreiert, mit dem man Termine, Aufgaben, Ideen etc. organisieren kann. Man braucht dafür nicht viel, weil die Basis ein leeres Notizbuch und ein Stift (im Optimalfall auch mehrere Stifte in verschiedenen Farben) ist. Nach Ryder Carroll besteht das System aus Themen, Seitenzahlen, Kurznotizen und Auflistungen. Diese Basis kann jeder beliebig interpretieren und das erklärt, warum man im Moment so viele Fotos von perfekt verschönerten Bullet Journal Einträgen sieht. Vielen dient das BuJo nicht nur zur Unterstützung der Alltagsorganisation, sondern hat sich quasi zu einem eigenständigen Hobby entwickelt. Im BuJo wird gelettert, skizziert, aquarelliert oder mit Washi Tape verschönert. Das BuJo dient als Planer, aber auch als Tagebuch. Wie so ein Buch dann aussehen kann, könnt ihr euch im Flipthrough von Diana Soriat ansehen. Diana hat gerade auch das erste deutschsprachige Buch zu dem Thema herausgebracht: Bullet Journal – Das Praxisbuch

Es ist spannend, was BuJo Schreiber alles in ihren Büchern festhalten, es sind auch jede Menge „habit tracker“ dabei, also Tools die einem helfen sollen, eine Überblick über einzelne Gewohnheiten zu halten. Z.B. macht man an jedem Tag ein Kreuzchen, an dem man sein Ziel – beispielsweise täglich 3l Wasser zu trinken – erreicht hat.

Beim Material empfehlen einige, unbedingt ein Notizbuch mit dotted line – also gepunkteten Linien – zu verwenden, denn mit dem Punktraster kann man die Struktur des BuJo gut definieren. Notizbücher mit dotted line gibt es z.B. von Nuuna oder von Leuchtturm .

Ich finde die Grundidee von BuJo wirklich gut, denn man führt alle Ideen und Aufgaben zusammen, egal ob beruflich oder privat. Allerdings finde ich, dass man das genauso gut auch digital machen kann und das ist für mich sogar übersichtlicher. Denn online kann ich abgesagte Termine ganz simple löschen oder Deadlines verschieben. In Print bleiben sie weiterhin sichtbar, auch wenn man sie durchstreicht. Kurz und gut: für mich ist BuJo einfach nicht das Richtige, denn ich brauche mehr Flexibilität und vor allem auch viel Platz, um die verschiedenen Bereiche zu koordinieren.

Ganz viele Anregungen zu Bullet Journaling gibt es auch auf Pinterest.

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