Hier lebe ich: Marburg (1)

Ketzerbach mit Elisabethkirche im Morgengrauen
Noch vor 5 Jahren hätte ich es selber nicht für möglich gehalten, dass ich wieder in meiner Heimatstadt lebe, aber seit mehr als 2 Jahren bin ich tatsächlich wieder zurück. Nach vielen Jahren in München war das erstmal eine ganz schöne Umstellung. Vieles hat sich in Marburg in den 15 Jahren, in denen ich nicht hier gewohnt habe, geändert. Aber erstaunlich viele Dinge sind auch immer noch so wie damals.

Marburg ist sehr beschaulich und verträumt, es liegt ein bisschen abseits und ist z.B. nicht so toll via Autobahn angebunden. Das ist einerseits natürlich ganz entzückend, weil es hier sehr idyllisch zugehen kann, aber andererseits fühlt man sich manchmal auch ein bisschen abgeschnitten von einem „echten“ Stadtleben. Aber wenn man mehr urbanes Leben braucht, ist Frankfurt gar nicht so weit weg, um ein paar neue Eindrücke aufzusaugen.

Damit ihr auch Lust bekommt, Marburg zu entdecken, möchte ich euch gerne meine Lieblingsplätze vorstellen:

Im Sommer ist Marburg besonders schön, weil man dann an lauen Sommerabenden gemütlich an der Lahn sitzen kann. Die 3 besten Plätze dafür sind:
1. am Bootshaus Trojedamm (tagsüber kann man auch genau gegenüber im Café Roter Stern ein lauschiges Plätzchen finden)
2. wer mehr Action mag kann sich auf die Stufen vor der Mensa setzen (Elisabeth-Blochmann-Platz)
3. Strandbar unter der Brücke am Bahnhof (vor dem Café Aroma)
Im Café Aroma gibt es meiner Meinung nach auch das leckerste Eis Marburgs.

Als nächstes geht es natürlich in die Oberstadt. Hier gibt es schöne alte Fachwerkhäuser und verwinkelte Gässchen. Die Oberstadt ist vom Pilgrimstein sogar mit einem Aufzug zu erreichen. Und für ganz fußfaule gibt es nun auch eine kleine Touri-Bahn, mit der man sich bis zum Schloss kutschieren lassen kann.
Etwas versteckt in einem der vielen Gässchen in der Oberstadt liegt das Café Die Pause. Die Einrichtung ist sehr heimelig und erinnert ein bisschen an den Frankreich-Urlaub, man schaltet hier automatisch einen Gang zurück. Im Sommer kann man auch schön draußen auf der Terrasse sitzen und die Zeit vergessen.
Das Paradies für Kuchen und Torten gibt es gleich zweimal in Marburg, in der Wettergasse und in der Haspelstr.: Konditorei Klingelhöfer. Mein Favorit ist der New York Cheesecake mit einem Mousse aus Passionsfrucht obendrauf (gibt es meistens nur am Wochenende). Sehr lecker sind auch die Schokotörtchen (mit Mousse und Orange). Sonntags gibt es einen opulenten Brunch (unbedingt reservieren!).
Anschließend empfiehlt es sich einer der zahlreichen Gassen und Treppen zum Schloss zu erklimmen. Lasst euch einfach mal treiben und geht irgendwo nach oben, z.B. von der Barfüsserstr. über den Rübenstein.
An verschiedenen Ecken in Marburg stößt man auf Symbole aus den Märchen der Brüder Grimm, die in Marburg studiert haben. Wenn man z.B. den großen roten Schuh von Aschenputtel sieht, weiß man, dass man es fast bis zum Schloss geschafft hat. Der Schuh ist Teil des Grimm-Dich-Pfads und führt zu Figuren aus Grimms Märchen.

Es gibt noch viel zu erzählen, daher folgt hier demnächst wieder ein Blogpost zu Marburg.

Bis bald, typokat

am Ende der Treppe steht der rote Schuh
#unterwegs #marburg #heimat #diepause #konditoreiklingelhöfer #grimmdichpfad #brüdergrimm

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s